Kieselgur im Hühnerstall: Die besten Methoden zur Bekämpfung der roten Vogelmilbe
Die rote Vogelmilbe ist der Albtraum eines jeden Hühnerhalters. Sobald es warm wird, kriechen die kleinen Parasiten aus den Ritzen und machen unseren Tieren das Leben schwer. Ein bewährtes Mittel dagegen ist Kieselgur. Aber wie bringt man das feine Pulver eigentlich am effektivsten im Stall aus?
In diesem Artikel schauen wir uns verschiedene Methoden an – von der klassischen Handarbeit bis hin zur Nass-Spritze.
Was ist Kieselgur und wie wirkt es?
Kieselgur besteht aus den fossilen Skeletten von Kieselalgen. Für uns fühlt es sich wie feiner Staub an, aber für Milben ist es wie Glasstaub. Es beschädigt den Panzer der Parasiten, wodurch diese austrocknen. Das Beste daran: Es wirkt rein mechanisch und ohne Chemie!
Methode 1: Kieselgur nass ausbringen (Die Profi-Variante)
Die Nass-Ausbringung mit einer Spritze ist besonders effektiv, um das Mittel in jede noch so kleine Ritze zu befördern.
Das Mischverhältnis: Im Video wird ein bewährtes Verhältnis gezeigt:
- 500 g Kieselgur auf
- 5 Liter Wasser
So gehst du vor:
- Abmessen: Nutze einen Messbecher. Beachte, dass 500 g Kieselgur aufgrund der geringen Dichte ein deutlich größeres Volumen einnehmen als Wasser (im Video füllen 500 g fast einen 2-Liter-Becher).
- Mischen: Gib das Pulver in das Wasser in deiner Rückenspritze oder einem Drucksprüher.
- Aufrühren: Es ist wichtig, das Gemisch gut zu verrühren, damit die Düsen der Spritze nicht verstopfen.
- Sprühen: Sprühe die Wände und besonders die Ecken und Ritzen des Stalls gründlich ein. Sobald das Wasser verdunstet ist, bleibt eine feine, gleichmäßige Schicht Kieselgur zurück.
Methode 2: Ausbringung von Hand
Für den Boden oder das Sandbad eignet sich die manuelle Methode.
- Bodenflächen: Verteile das Kieselgur einfach großzügig auf dem Boden.
- Einarbeiten: Mit einem Besen kannst du das Pulver gleichmäßig verteilen, sodass die Hühner beim Scharren und Sandbaden automatisch damit in Kontakt kommen.
Fazit: Welche Methode ist die beste?
Während die Ausbringung von Hand schnell geht, bietet die Nass-Spritze den Vorteil, dass der Staub dort haften bleibt, wo die Milben sitzen: an den Wänden und in den Deckenritzen. Nach dem Trocknen bildet sich ein weißer Belag, der als Schutzschild dient.
Pro-Tipp: Achte beim Ausbringen (besonders bei der trockenen Variante) immer darauf, dass die Hühner nicht im Stall sind und trage im Idealfall selbst einen Atemschutz, da der feine Staub die Atemwege reizen kann.
Hier ist das Video zum Artikel Kieselgur ausbringen – Welche Methode?

